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Information der Öffentlichkeit nach der 12. BImSchV für Biogasanlagen der unteren Störfall-Klassen

Anschrift:    

Besenbinderstrasse
21493 Lanken
Gemarkung Lanken, Flur 4,  Flurstück 1/4

 

Die Biogasanlage unterliegt als Betriebsbereich der unteren Klasse der 12. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetztes

 

Tätigkeiten im Betriebsbereich:


In der Biogasanlage werden nachwachsende Rohstoffe, insbesondere Maissilage und GPS, zur Produktion von energetisch nutzbarem Biogas durch Anaerobbehandlung eingesetzt. Das erzeugte Biogas wird direkt über dem Flüssigkeitsspiegel der Behälter aufgefangen und gespeichert. Über dem eigentlichen Gasspeicher wird eine Tragluftfolie durch Radialgebläse mit einem Überdruck von ca. 1,5 mbar als Wetterschutz-Folienhaube in Form gehalten. Über- und Unterdrucksicherungen sorgen für einen konstanten Druck unterhalb und zwischen den Folien.

 

Die Fermenter werden im mesophilen Bereich bei einer Temperatur von ca. 40°C betrieben. Die Temperierung des Gärsubstrates erfolgt durch Zufuhr von Abwärme der BHKWs. Nach entsprechender Verweildauer in den Fermentern und erfolgter Ausgasung des Gärsubstrates wird dieses dem Gärproduktlager mittels Drehkolben- bzw. Exzenterschneckenpumpen zugeführt. Hier erfolgt die Lagerung bis zur Ausbringung als Wirtschaftsdünger auf landwirtschaftlichen Flächen.

 

Das erzeugte Biogas wird über eine Gasleitung den BHKWs und der BGAA zugeführt. In der Gasleitung kühlt das Gas ab und Feuchtigkeit kondensiert aus dem Gas aus. Diese Feuchtigkeit wird in einem Kondensatschacht aufgefangen und über eine Pumpe in einen Fermenter zurückgeführt.

 

In den BHKWs wird ein Otto-Gasmotor mit dem Gas betrieben, um einen elektrischen Generator anzutreiben. Auf diese Weise wird elektrische Energie erzeugt, die über einen Trafo in das Mittelspannungsnetz des Versorgungsnetzbetreibers eingespeist wird.

 

In der BGAA wird das Kohlendioxid aus dem Biogas entfernt, so dass das reine Methan in der BGEA in das Erdgasnetz des Versorgungsnetzbetreibers eingespeist werden kann. Dazu wird in einer Trocknungsanlage die Feuchtigkeit aus dem Gas entfernt. Anschließend wird das Gas in der BGEA auf ca. 15 bar verdichtet, odoriert und im Brennwert an Erdgas angepasst, indem LPG hinzu dosiert wird.

 

Die BGA wird von der Lauenburgischen Biogasgenossenschaft und die BGAA von der Lauenburgischen Energiegenossenschaft betrieben, während die BGEA in Eigentum und Betriebsführung der Schleswig Holstein Netz AG ist.

 

Gefährliche Stoffe, von denen ein Störfall ausgehen könnte:

  • Biogas : Anhang 1, Nr. 1.2.2, 12. BImSchV: „Entzündliche Gase“
  • Die vorhandene Menge des Biogases beträgt ca. 12.000 kg, womit die Anlage in die untere Klasse der Störfallverordnung fällt.

 

Die allgemeine Information, wie die Bevölkerung erforderlichenfalls gewarnt wird, erfolgt über die Homepage: www.wohnen-gaedeke.de., über einen Aushang vor der Anlage und über die zuständige Behörde, bei der diese Informationen ebenfalls hinterlegt sind.

 

Aufsichtsbehörde:


Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Regionaldezernat Süd-Ost,

Meesenring 9, 23566 Lübeck

Kontakt Biogasanlage:              04158-883315

Kontakt zuständige Behörde:    0451-885-418

 

Abkürzungen:

  • BGA    - Biogasanlage
  • BGAA  - Biogasaufbereitungsanlage
  • BGEA  - Biogaseinspeiseanlage 
  • LPG    - Liquified Petroleum Gas, Flüssiggas 
  • GPS    - Ganzpflanzensilage 
  • BHKW - Blockheizkraftwerke

 

Download-Dokumente:


Lanken:
Information der Öffentlichkeit nach der 12. BImSchV für Biogasanlagen der unteren Störfall-Klassen (PDF)